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REPORTAGE

Von Venedig bis nach Rom      Always with You      Aviators at the Hangar
 111/ Foto von der Homepage entnommern 03.08.2010 18:14:46 - Copyright by Robert Kah / imagetrust      111/ Foto von der Homepage entnommern 09.06.2010 10:37:09 - Copyright by Robert Kah / imagetrust      Homepage
Italien ist und bleibt das Land meiner Träume. Dabei ist es vermutlich gar nicht Italien selbst, sondern das Kopfkino bringt erst den Reiz an der Sache.
Wie dem auch sei … ab und an braucht der Mensch Auslauf für sein Hirn und da ist Italien, italienisches Licht, italienische Lebensart, das italienische Essen, sind die Italiener selbst immer eine Reise wert.
    Ein grosser Automobilhersteller bekam einen neuen Statthalter in China. Wir hatten das Vergnügen, den Herrn und seine Familie während der Amteinführung zu begleiten. Naja … und wenn man dann mal da ist, dann kann man sich auch einmal das Land ansehen.
Gesagt – getan und am Ende wurden darauf knappe 15.000 km, was gemessen an chinesichen Maßstäben nicht besonders viel ist.Aber irgendwie hatten wir immer ein unbestimmtes, mulmiges Gefühl. Warum das so war haben wir eigentlich erst verstanden, als wir zu Hause die Aufnahmen näher sichteten.Ein Photoessay ohne Worte.
     Die 50er Jahre sind ein grosses Thema für die Aviators at the Hangar. Das ist eine Gruppe junger Menschen die sich dieser Ära verschrieben haben und sich nicht nur so kleiden, sondern auch tatsächlich so leben.Von der Kleidung über die Frisur, Make-Up bis zu der Art sich zu bewegen stimmt hier alles. Ich hatte für einige Stunden wirklich das Gefühl in eine andere Zeit und in ein anderes Land versetzt zu sein.
             
Incredible India     Contrastes à Paris
    Myanmar – The Golden Spine
AAA_0L2_3124_1600_f-5_1-100 s_50 mm_03.01.2011_07-07     ACQ__4299066856     111 / Myanmar-Burma ( Birma )
Alle hatten mich gewarnt. Freunde, Kollegen, Kunden, einfach alle. Aber ich wollte ja nicht hören. Also ab nach Indien. Kann schon nicht so wild sein, dachte ich. Nachdenklich machte mich eine
Bemerkung einer Kundin welche mit nachdenklichem Gesicht meinte: “Wenn Sie nach Indien fahren, dann müssen sie Ihre Skrupel zu Hause lassen.” Stimmt. Das muss man. Ansonsten hält man es wirklich nicht aus.
Unfassbar unter welchen Lebensumständen Menschen leben können.
Unbegreiflich, unter welchen Lebensbedingungen sie überleben können.Natürlich ist alles bunt und exotisch, aber eben auch voller Fäkalien. Und da wo Mensch und Tier ein Fleckchen frei lassen, sammeln sich garantiert Plastikabfälle in Massen.Ich weiß, daß sich das für jemanden der noch nicht in Indien war, verächtlich anhören könnte, so ist es aber nicht gemeint. Tatsächlich war ich oftmals fassungslos.Fassungslos darüber, wie unsere deutsche Gesellschaft sich dermaßen intensiv auf Nebensächlichkeiten fokussieren kann und ein paar Tausend Kilometer weiter leben die Menschen in und von ihrem eigenen Unrat. Sie leben nicht nur darin, sondern sie sterben auch daran.
    Wenn Karl Lagerfeld für VW Fernsehwerbung zum Thema Paris macht, hat man das Gefühl, man sei der letzte Kretin, weil man dort nicht wohnt.Jedenfalls war es mal wieder an der Zeit dort ein paar romantische Tage zu verleben. Irgendwie hat sich Paris aber in den letzten zwei Jahren verändert. Wie weiss ich auch noch nicht genau wie, aber es ist irgendwie anders geworden.     Militärdiktatur oder Gottesstaat – Myanmar hat zwei Gesichter. Polizei und Militär prägen das Bild des südostasiatischen Landes genauso wie die langen Schlangen der Mönche, denen Einwohner auf der Straße Reis und Süßigkeiten schenken. Noch halten sich beide Kräfte die Waage. Doch die Bevölkerung des zutiefst buddhistischen Landes, das seit Jahrzehnten geprägt wird von Zwangsarbeit, Militärherrschaft und Militärdiktatur am Rande des wirtschaftlichen Abgrundes, hat aus der Religion eine Massenbewegung mit enormer wirtschaftlicher Kraft gemacht. Ausgestattet mit in Jahrhunderten angesammelten Goldreserven und Geldspenden, ist eine religiöse Industrie entstanden, die das soziale Rückgrad des maroden politischen Gebildes darstellt. Ein mit Millionen von Kleinstspenden finanzierter religiös legitimierter Sozialstaat inmitten einer Kleptokratie. Von der schulischen Bildung, über die Krankenversorgung, die Betreuung von Waisen, die Versorgung der Alten und die Betreuung der Bedürftigen haben die buddhistischen Klöster in den Städten und Gemeinden nicht nur die spirituelle Hoheit im Lande , sondern gewinnen als Massenbewegung, ausgestattet mit enormen Finanzmitteln, auch mehr und mehr an politischer und wirtschaftlicher Macht. Die Klöster sind Teil einer Industrie geworden. Der Besuch der Tempel und Statuen ist Programmpunkt eines durchorganisierten Massentourismus. Glaube als Showact, Gebete zur Unterhaltung. Stille Einkehr mit Foto-Gelegenheit. In seinem Foto-Essay beschreibt Robert Kah ein Land im Widerspruch zwischen gelebtem Glauben und der Vermarktung einer Religion.
             
The Wall
Today Brings Together the People of the World.
    Archeology for Generations
The Ming Tombs 
 
    The Terracotta Warriors
Probably the Biggest Jigsaw of the World
111 / China     111 / China     0E3_13430E3_13430E3_1343
Angeblich ist sie das einzige Bauwerk, dass aus dem All mit bloßem Auge zu erkennen ist. Ich weiss es nicht. Aber es ist ein Ort mit einer magischen Atmosphäre: Die Chinesische Mauer.“Einst Schutzwall gegen feindliche Angriffe, führt sie heute die Völker zusammen.” Ein schöner Satz. Leider nicht von mir, sondern ein Zitat von einem Gedenkstein, den die Firma Henkel errichten ließ, die große Teile der Rekonstruktion des ursprünglich verfallenen Bauwerkes finanziell maßgeblich unterstützt hat.Ich bin nicht sicher, ob die Chinesische Führung das genau so sieht.     Viele Chinesen haben ein etwas seltsames Verhältnis zur Kaiserzeit. Die offizielle politischen Linie verdammt die aristokratische Ausbeutung aber viele Chinesen sehen in der Kaiserzeit dennoch die Wiege ihrer Kultur und begegnen der Geschichte und ihren Schauplätzen mit spürbarem Respekt.Die Verehrung der Artefakte dieser Epoche ist an allen historischen Stätten unübersehbar. Nicht nur die Massen an Besuchern – selbst aus den entlegensten Provinzen – zeigen ein enorme Interesse an dieser Geschichtsperiode, sondern vor allem die Art wie diese Stätten besucht werden. In geradezu andächtiger Stille bewegen sich die Besuchergruppen durch die Bauwerke. Während die Guides ihr mehr oder weniger politisches Programm abspulen, nimmt sich der Großteil der Besucher die Zeit selbst einzelne Kleinigkeiten zu betrachten und in der Gruppe zu diskutieren. Glücklicherweise sind während der Kulturrevolution nur die offen zugänglichen Denkmäler geräumt worden. An die zahllosen archäologischen Stätten unter der Erde ist noch niemand herangegangen.
    Pump, Pomp und Grössenwahn sind nicht etwa Erfindungen der politischen Neuzeit. Was dem Pharao die Pyramide, Helmut Kohl das Kanzleramt mitsamt Regierungsviertel und Dr. Eberhard Schulte-Wissermann der Schienenhaltepunkt einen knappen Kilometer vor dem Koblenzer Hauptbahnhof, das war Kaiser Quin die Terracotta Armee in seiner Grabanlage nördlich der Stadt Xian in Westchina.Knappe 8.000 ”semiprefabricated Warriors” ließ der erste Kaiser Chinas bereits im zarten Alter von 13 Jahren mit individuell gestalteten Köpfen seiner führenden Untertanen ausstatten. Auf deren Kosten – versteht sich.Nicht überliefert ist, ob seine Nachfolger sich an den Kosten der Grabanlage ebenfalls überhoben haben. Wahrscheinlich ist, dass so umfassend nachfinanziert werden musste , dass die Schwarte nur so krachte.
Und was lernen wir daraus?
Nichts.

Ist doch klar.
             
 Bayrische Standards      … und wofür braucht ein Massai ein Handy?     Austern – Glitsche deluxe
 111/ Foto von der Homepage entnommern 11.08.2010 17:12:11 - Copyright by Robert Kah / imagetrust      111/ Foto von der Homepage entnommern 13.08.2008 17:05:11 - Copyright by Robert Kah / imagetrust      111 / Dittmeyer`s Austern Compagnie seit 1986 - Sylter Royal
Bayern – das Land wo Milch und Honig fließt.
Übertrieben?
Nein. Genauso ist es.
Zwischen Alpen und Oktoberfest , zwischen Lederhosen und Landschaft hat sich der Freistaat über die Jahre seine Kultur geschützt und ist dabei still und heimlich zu einem Hi-Tech-Paradies für Start-Up-Unternehmen geworden.
Und trotzdem gibt es sie noch, die ur-bayrischen Symbole die
man Preuße so im Hirn hat, wenn man in Alpennähe kommt.
     Zum Telefonieren, natürlich, wozu denn sonst? Und das tut Chief Kinanta den lieben langen Tag.
Er lenkt damit die Touristen so geschickt durch sein Manyatta, dass sich die vielen Gruppen nicht einmal begegnen.
Die Massai verstehen es perfekt die besten Dinge aus zwei Welten zu nutzen: aus unserer und vor allem auch aus ihrer.
Aber am Abend, wenn die Touristen wieder in ihren Luxuscamps sind, dann sitzen sie zusammen am Lagerfeuer, essen und sind ausgelassen wie vor 1000 Jahren.
Dann packt auch Kinanta sein Telefon weg.
    Manchen können sich einfach nicht überwinden.
Ich gestehe freimütig: Sie sind herrlich. Aus diesem Grunde war der Auftrag für ein bekanntes Gourmetmagazin Dittmeyers Austernfarm auf Sylt zu portraitieren auch mehr als nur verlockend.
             
Silence deluxe
Ballonfahren in der Massai Mara
    Inoffiziell exkommuniziert:
Der Maximón
aus San Simón
    Atitlan: Das Land der braunen Bohnen
 Homepage      Friends & Fans & Faces      Homepage
Es sind die Weiten der afrikanischen Savanne. Genauso endlos ist auch die menschliche Phantasie.
Ansonsten würde eine Handvoll Engländer wohl kaum auf die Idee kommen, am Ende der Welt als Abschluss einer aufregenden Ballonfahrt ein Champagnerfrühstück mitten im grenzenlosen Nichts zu veranstalten.
Der Clou der Veranstaltung: der Sternekoch aus Nairobis Top-Restaurant.
    Lange hat die katholische Kirche Guatemalas überlegt, ob sie den Kult um den Maximón von San Simón verbieten soll oder nicht. Aus guten Gründen hat sie bis heute davon Abstand genommen.
Die Guatemalteken verstehen es als tiefgläubige Katholiken trotzdem, diesen Götzenkult um eine mit allerlei merkwürdigen Accessoirs ausgestatteten Schaufensterpuppe zu unterstützen. Oftmals brennt man nach dem sonntäglichen Kirchgang auf dem Weg nach Hause noch einmal schnell eine Opferkerze, raucht eine dicke Opferzigarre oder opfert ein Huhn und beschwört Gutes bei Maximón für seine Nächsten und sich.
    Wo gibt es den besten Kaffee der Welt? Für Domingo Mendoza ist das keine Frage: “Den machen wir in meiner Kooperative”, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Und mit einem verschmitzten Lächeln fügt er hinzu: “Und da trinken wir jetzt erst einmal eine Tasse von.”Hochlandkaffee aus Guatemala gilt unter Kennern als der beste Kaffee der Welt. Auf der Basis arabischer Anpflanzungen wird rund um den Atitlan See der Kaffee immer noch in reiner Handarbeit produziert.
             
Leben mit einem eisernen Vorhang      Totes Meer am Tiefpunkt?      Israel from the Air
AAM__9A27574      111 / Blick vom Balkon des Crown Plaza Hotels Dead Sea auf die Swimming Pool Anlage des Hotels und auf das Tote Meer      111 / Luftaufnahme ueber die Befestigungsanlage von Masada und der oestliche Eingangsbereich
Seit dem Bau des Sicherheitszaunes in Israel ist die Anzahl der Sebstmordattentate auf Null zurückgegangen. Das allein ist schon Legitimation genug für diese Sperranlage.Dennoch erinnert gerade uns Deutsche dieser Sicherheitszaun an die Teilung unseres eigenen Landes. Vielleicht ist das der Grund, warum wir diese Ab- und Eingrenzung mit gemischten Gefühlen betrachten. Möglicherweise ist die strikte Trennung von Iraelis und Palästinensern aber tatsächlich der einzige Weg, um in einigen Jahren erfolgreiche Gespräche über eine friedliche Lösung im Nahen Osten zu führen.     Zugegeben, manche Anlage am Roten Meer wäre dringend renovierungsbedürftig, allerdings macht der durch das Salz angegriffene, etwas marode Zustand auch gerade erst den morbiden Charme aus. Es wurde und wird zwar eine Menge Geld in den Aufbau einer neuen, supermodernen touristischen Infrastruktur gesteckt – das Urlaubsgebiet wird quasi general überholt, aber die versteckten Perlen findet der Fotograf eher abseits der neuen Glaspaläste in den älteren Kibuzzim unmittelbar am immer schneller zurückweichenden Seeufer.     Eines wurde uns ziemlich schnell klar: In Israel ist alles möglich … wenn man die richtigen Leute kennt. Und so war es für unseren offiziellen Begleiter nur eine Frage von einigen Minuten bis geklärt war, dass uns ein Brigadegeneral für einige Stunden mit dem Hubschrauber einen Überblick über sein Land geben würde.Beeindruckende Landschaften findet man vor. Und man gewinnt tiefere Einblicke in die Ursachen der Problematik des Zusammenlebens zwischen Juden und Palästinensern. Die soziale Kluft wird aus der Luft viel offensichtlicher als vom Boden aus. Man kann das in einem lapidaren Satz unseres Piloten zusammenfassen: “You know … we have a Villa in the Jungle….”
             
The Crown of Bronze Works is 2000 Years Old       Singapore @ Night      Blankenberge – Pommes, Sand und Radios

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Schon 200 v. Chr. beherrschten die Chinesen meisterhaft die Technik des Bronzegusses. Bestes Beispiel dafür sind die beiden Bronzewagen des ersten Chinesischen Kaisers Quin in der Nähe von Xian. Die einzigartigen Exponate werden so atemberaubend präsentiert, dass in den Hallen trotz der sprichwörtlichen chinesischen Gruppeneloquenz eine beeindruckende Stille herrscht.     Wie nutzt man einen 11 Stunden Stop-over auf dem Changi Flughafen?Man erkundet natürlich Singepore. Abgesehen von der wirklich atemberaubenden Sauberkeit der Stadt blieb vor allem das nächtliche Panorama vom Singapore Flyer, einem Riesenrad der Superlative, im Gedächtnis haften.     Was macht man nicht alles für einen neuen Reiseführer? Dafür fährt man auch nach Belgien. Und zwar nach Blankenberge. Romantisch wie eine Plattenbausiedlung und überbevölkert wie die Tokyoer Innenstadt hat der synthetische Tourispot an der Küste trotzdem seinen speziellen Charme. Wer aber gutes Essen und seine Ruhe sucht, ist hier völlig falsch.
             
Traditional Bull Fight in Fujairah

     The Dubai Falcon Clinic      Go Dubai Marina and forget about Big Apple
111 / Unblutiger Stierkampf in Fujairah,     111 / Dubai Falcon Hospital      111 / Das Dubai " Marina " Projekt
Stierkämpfen haftet immer ein blutrünstiges Image an. Nicht so in Fujairah. Dort kämpfen zwei monströse Bullen gegeneinander. Und wenn einer der beiden keine Lust mehr hat, dann bleibt er stehen. Und dann hat der andere gewonnen. So einfach ist das?Nein, ist es nicht. Dieser Wettkampf – vor mehr als 300 Jahren von den Portugiesen in die Region gebracht – stachelt die Emiratis zu wahren Emotionen an. Dort wird gejubelt und gefeiert, gepfiffen und gejohlt, wenn es darum geht, die Bullen dazu zu bewegen ihren jeweiligen Gegner durch die Arena zu schieben.Nebenbei geht es auch noch um viel Geld, denn der Wert eines Gewinners steigt in Windeseile um ein Vielfaches.     Dr. Antonio di Somma ist der Chefarzt der berühmten Falcon Klinik in Dubai. Der sympathische Italiener ist seit mehr als 20 Jahren für die Gesundheit der Falken der königlichen Familie in Dubai verantwortlich. Sein Team und er versorgen jedoch nicht nur die königlichen Fallken, sondern stehen allen Falkenliebhabern in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Rat und Tat zur Verfügung. “Gott sei Dank weiss der Sheik nicht, wieviel Geld er mit dieser Klinik verdienen könnte….”, hören wir während unseres Aufenthaltes in der Klinik immer wieder. So führt zum Beispiel der Experte für die Labordiagnostik, Dr. Christudas Silvanose, mit den modernsten Chemotherapeutika wissenschaftliche Studien auf höchstem Niveau zum Thema Apsergillus Therapie bei Falken durch. Wir waren wirklich beeindruckt von der Klinik und den Männern, die hier arbeiten.     100 Wolkenkratzer in 8 Jahren – kaum ein Bauprojekt setzt solche Superlative in die Realität um wie die Marina in Dubai. Trotz der Finanzkrise geht die Bautätigkeit ungebremst weiter, auch wenn in der blauen Stunde nur wenige Fenster beleuchtet sind, beteuert unser Guide, dass praktisch keine Flats und Penthouses mehr frei wären.Alles in allem eine beeindruckende Ingenieursleistung und ein unglaublicher Finanzaufwand mitten in der Wüste eine Stadt zu schaffen, welche die Skyline von New York mit der mondänen Hafenatmosphäre von Monaco verbindet.
             
The Palm oder: Wie verlängere ich
meine Küste um das 10fache
     Dubais stille Arbeiter      Wrestling Out of the Ghetto
 111 / Das Atlantis Hotel in Dubai      111 / Arbeitersiedlung in Dubai      AAB__9D27751.jpg
Wenn ein Land am Meer eine zu kurze Küstenlinie hat und als Urlaubsland entwickelt werden will, dann hat es ein Problem. Hotels brauchen große Strände und große Strände benötigen viel Küstenlinie. Um dieses Dilemma zu lösen, hat man in Dubai künstliche Inseln ins Meer gebaut. Drei “Palmen” nichts geringeres als “The World” liegen heute als Baugrund und Strand in Form von Sandinseln vor der Küste von Dubai. Offiziell wird der Slogan ausgegeben: Sold Out. Geht man allerdings in die abgesperrten privaten Zonen, kann man durchaus einen anderen Eindruck gewinnen. Unbewohnte Häuser und versandete Türen, vertrocknete Palmen und große Leere zeichnen die Wohngebiete auf “The Palm” aus. Allerdings wird immer noch kräftig gebaut.Bereits im Betrieb: Das Hotel Atlantis mit Großaquarium und einem Bademeister aus Australien.     Wenn man sich einmal klar macht, dass die über 100 Wolkenkratzer in der Dubai Marina in knapp 8 Jahren gebaut wurden und “nebenbei” die Küstenlinie Dubais durch The Palm, The Deira Palm, The Jebel Ali Palm und The World knapp verzehnfacht wurde, dann fragt man sich: Wer baut das alles? Die Antwort ist verhältnismäßig einfach: Tausende Gastarbeiter. Sie kommen aus Pakistan, Indien, Ägypten, Sri Lanka und aus China und erhalten einen Arbeitsvertrag für drei Jahre. In dieser Zeit leben sie in abgeschotteten Lagern ausserhalb der Städte in Wohnsiedlungen unter Bedingungen, die europäische Standards kaum treffen.Allerdings geht es vielen von Ihnen in den Vereinigten Arabischen Emiraten wesentlich besser als zu Hause. Dies kann man erst beurteilen, wenn man selbst gesehen hat, wie diese Menschen in ihrem Heimatland leben.Dennoch hinterlässt ein Besuch in diesen Wohnstädten angesichts der schillernden Pracht der Innenstädte einen faden Nachgeschmack.     Mitten in der Stadt – genau gegenüber des Grand Hyatt Hotels – treffen sich jeden Freitag nach dem Nachmittagsgebet tausende von Pakistani, um auch in der Fremde ihren traditionellen Bräuchen nachzugehen. Der pakistanische Ringkampf unterscheidet sich vom klassischen Ringen dadurch, dass die Kämpfer nur einen Griff setzen und versuchen, ihren Gegner damit festzuhalten und ihn aber gleichzeitig abzuschütteln. Was langweilig klingt, entwickelt sich nach einigen Vorkämpfen zu einem dramatischen Sportwettkampf, weil in der zweiten Runde die unterlegenen Gegner versuchen mit doppeltem Ehrgeiz und angestachelt von der Zuschauermenge die Scharte vom ersten Kampf auszuwetzen.Angenehmer Nebeneffekt: Die Superstars der Szene ziehen am Freitagabend von den zufriedenen Fans Ihrer Mannschaft nochmals einen kompletten Wochenlohn für sich und ihr Team.
             
Allahs Traum aus weißem Marmor      Greece and Peace
     Greetings from a moderate Source
 AAA__9D16234_3.jpg      ACB_ACH_copyright by imagetrust 080      AAP__9A15182
Ein Traum in weissem Marmor erhebt sich kurz vor den Toren von Abu Dhabi City aus dem Wüstensand: die neue große Moschee. Die drittgrößte der Welt für knappe 3 Milliarden Euro in mehr als 10 Jahren gebaut, steht kurz vor der Fertigstellung. Trotz der im allgemeinen schmucklosen Ausstattung von Moscheen, stellt dieses Gebäude mit seinen Intarsienarbeiten aus Halbedelsteinen und Perlmutt eine augenfällige Ausnahme dar.     Mitten in der Krise für knappe 4 Wochen circa 9000 km in Griechenland die griechischen Standards für einen neuen Reiseführer suchen, war eine echte Herausforderung.Allerdings zeigte sich, dass die Griechen viel entspannter waren, als wir in Deutschland.Streik? Logo. Jede Menge.
Zum Beispiel streikten auch die Taxifahrer.
Offiziell jedenfalls.
Inoffiziell war jeder dan doch wieder mit einem Privatwagen unterwegs und rechnete ohne Taxameter, dafür aber die doppelten Preise ab.
Steuern?
Fehlanzeige.Das griechische Modell eben.
    Seit acht Jahren regnen Kasam Raketen aus dem Gaza Streifen auf das kleine Städtchen Sderot in Israel herab. Bis vor kurzem noch bis zu 30 Raketen am Tag, sind es nach der jüngsten militärischen Aktion der Israelis “nur” noch zwischen ein und drei täglich. Im ‘Sderot Trauma Center’ kümmert sich Frau Dr. Adriana Kat mit drei weiteren Psychiatern um die psychischen Schäden des jahrelangen Bombardements vor allem bei Kindern und Jugendlichen.
Unsere Bundesregierung unterstützte im Jahr 2008 diverse palästinensische Gruppen -vor allem im Gaza Streifen- mit insgesamt 52 Millionen Euro.
Unter anderem auch die Fatah, die von unserer Bundesregierung als moderate Gruppe unter den Palästinensern bezeichnet wird.
Fatah markiert ihre Raketen mit gelber Farbe.
Rechtzeitig vor Beginn der Gaza Konferenz im ägyptischen Sharm el Sheik am 2. März 2009 empfehle ich den Konferenzteilnehmern einen Tag und eine Nacht in einem der Wohnhäuser mit frisch betoniertem Ein-Familien-Bunker zur Überprüfung der deutschen Position.
             
Der Prozessionssprint auf der Via Dolorosa      Go Jordan – meet the Peace in Middle East      El Maximo Guido
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Nichts ist unwichtiger an der Freitagsprozession der Franziskaner auf der Via Dolorosa als die Religion selbst.
Stämmige Mönche versperren die Eingänge der muslimischen Läden in der Altstadt mit ihrer kräftigen Statur. Als Retourkutsche plärren die Stereoanlagen dieser Händler und die anonymen Lautsprecher der Muezzin mit den mobilen Megaphonen der Mönche um die Wette.Eine unfassbar unfeierliche AtmosphäreIm Spurt geht es schnell über die Stationen bis zur Grabeskirche. Ein kurzes Gebet – von wem auch immer hastig runtergeleiert- ein schneller Segen und der Spuk ist vorbei bevor man so richtig bemerkt hat, dass es angefangen hat.
     Der Grenzübertritt von Israel nach Jordanien – noch mehr der von Jordanien nach Israel – erinnert einen an die Zeit des Kalten Krieges im geteilten Berlin. Stacheldraht, Minenfelder, Wachtürme und Einzelabfertigung der Besucher kennzeichnen auch 20 Jahre nach dem Friedensvertrag zwischen Jordanien und Israel das vorsichtige Miteinander.Wenn man es dann einmal geschafft hat und in Petra, der Felsenstadt mitten in der Wüste, vor den Wurzeln der jordanischen Kultur steht, bekommt man Respekt vor diesem Land, in dem vor zig Tausend Jahren bereits architektonische Kunstwerke von höchstem Rang geschaffen wurden.     Knappe zwei Stunden gab Guido Westerwelle wirklich alles. Rhetorisch geschliffen hangelte er sich durch die Innenpolitik genauso souverän wie durch die Außenpolitik.Das was dort vom Rednerpult schallte traf ganz offensichtlich nicht nur den Nerv des Parteitages, sondern war oftmals einfach nur gesunder Menschenverstand.
Erstaunlich dabei ist und bleibt das ewige liberale Rätsel: Warum bekommt die FDP trotz des gesunden Menschverstandes nicht deutlich mehr Stimmen vom Wähler?Ein Denkansatz: Schlechtes Marketing.